(Lebens-) Gefahr für Mensch und Tier: Das Jacobskreuzkraut


(Lebens-) Gefahr für Mensch und Tier: Das Jacobskreuzkraut

Dieser Bericht ist vor allem an Pferdebesitzer gerichtet, da sich das sogenannte Jacobskreuzkraut in den letzten Jahren in  Mitteleuropa besonders stark verbreitet hat und von der schönen, gelb-blühenden Pflanze sowohl für Mensch, als auch (und im Besonderen) für Tiere, allen voran für Pferde, eine starke Gefahr ausgeht.

Die Pflanze, welche auch Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) genannt wird, enthält ein Alkaloid mit dem Namen Pyrrolizidinalkaloid (PA), welches in der Leber abgebaut zu tödlichen Leberfunktionsstörunken führen kann. Besonders Pferde, Rinder und Kühe, aber auch Schafe und Ziegen fallen den Vergiftungen des Öfteren zum Opfer.

Weniger Gefahr geht von den Pflanzen direkt aus, da sie auf der Weide gefressen, einen sehr bitteren Geschmack  haben, und somit von den Tieren gemieden werden. Eine Außnahme bilden Jungpflanzen, diese enthalten auch schon viel Gift, jedoch keine Bitterstoffe, so dass sich eine tödliche Gefahr für die Tiere darstellen.

Schlimmer ist die Fütterung mit Heu und Silage, da die Bitterstoffe beim Trocknen verloren gehen, das toxische PA jedoch nicht.Die Krankheit heißt bei den Pferden "Schweinsberger Krankheit" und äußert sich in der Regel in Magen- und Darmproblemen, Unruhe, bis hin zum "Wahnsinn". Das Gift wird nicht abgebaut, sondern reichert sich mit der Zeit in der Leber im stärker an

Am besten bekämpft man die Pflanze, indem man sie komplett mit der Wurzel ausgräbt und im Restmüll entsorgt. Eine Vernichtung mit Gift sollte gründlichst überlegt werden, da  dies weitere Probleme mit sich bringt, die Pflanze bietet auch Lebensraum für seltene Raupen! Ein Spritzen mit Gift ist nur Landwirten und ausgebildeten Landschaftsgärtnern erlaubt

Leider kommt das Gift über die Nahrungskette in Milch und Honig auch immer stärker zum Menschen. Es wird derzeit wissenschaftlich untersucht, wie groß die Gefahr für den Menschen ist.

 

Weitere detaillierte Informationen erhält man über die Webseite von:

www.ak-kreuzkraut.de

 

Foto © 2009 by andideluxe